Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Zukunftswochen

Attraktive ländliche Räume sind Grundlage einer touristischen Entwicklung

Thema: 
Landwirtschaft & Tierschutz
19.03.2018Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Im Rahmen der Zukunftswoche „Ökonomie – Ökologie“ besucht Staatsministerin Priska Hinz Otzberg.

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Ministerin Priska Hinz (Bildmitte) bei dem Rundgang durch Otzberg-Oberklingen
Ministerin Priska Hinz (Bildmitte) bei dem Rundgang durch Otzberg-Oberklingen
© HMUKLV

„Fast 80 Prozent der Fläche in Hessen ist ländlich geprägt und rund die Hälfte der Bevölkerung lebt im ländlichen Raum. Das Ziel der Hessischen Landesregierung ist es, die Attraktivität und die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur im ländlichen Raum zu erhalten und auszubauen“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz. Die zahlreichen Förderprogramme zur Unterstützung des ländlichen Raums wurden in dieser Legislaturperiode deutlich erhöht. „Allein für die Dorfentwicklung geben wir jährlich 27 Millionen Euro aus. Das ist gut investiertes Geld, denn attraktive und lebenswerte Gemeinden und Dörfer bilden das Rückgrat unserer wirtschaftlichen Stärke und nehmen auch den Druck von stetig wachsenden Städten“, ergänzte Ministerin Hinz. Im Rahmen der aktuellen Zukunftswoche „Ökonomie – Ökologie“ der Hessischen Landesregierung, besuchte sie heute die Gemeinde Otzberg-Oberklingen und das dortige Bauernhofcafé Grünewalds. Dort stellten sich die verschiedenen Initiativen der örtlichen Dorfentwicklung vor und die Ministerin nutzte die Möglichkeit zum Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Tourismusorganisationen und des Gastgewerbes über die Weiterentwicklung des regionalen Landtourismus.

Die Gemeinde Otzberg wurde bereits 2014 als Förderschwerpunkt in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen. „Die vereinbarte Investitionssumme von 750.000 Euro werden wir vorrangig für Projekte der Innenentwicklung und die Umsetzung ‚Lebendiger Dorfplätze‘ nutzen“, erläutert Bürgermeister Matthias Weber während des Rundgangs in Oberklingen die geplante Strategie. Außerdem hat die Kommune mit der Veste Otzberg, der Wasserburg Schloß-Nauses und der Nähe zum Alemannenweg für Gäste und Erholungssuchende einiges zu bieten.

„Darum wollen wir regionaltypische Bauweisen, innerörtliche Kommunikationsräume und eine gute Gastronomie mit regionalen Produkten gezielt fördern, da sie für den Tourismus und für die wirtschaftliche Entwicklung der Dörfer unverzichtbar sind“, betonte Weber. „Die Nähe zu den angrenzenden Ballungsgebieten Rhein-Main und Rhein-Neckar ist für den Odenwald mit seiner unglaublichen Vielfalt, seinen Streuobstwiesen, Festivals und Aktivangeboten ein wichtiger Standortvorteil“, betont Kornelia Horn, Geschäftsführerin der Odenwald Tourismus GmbH. Trotzdem sei es bisher nicht hinreichend gelungen, den Odenwald als gesunde, abwechslungsreiche und authentische Erlebnisregion zu positionieren. Deshalb plane man mit allen Tourismuspartnern der Region eine Image- und Themenkampagne, die das Selbstbewusstsein in der Region fördern und mit modernen Marketingstrategien mehr Gäste für den Odenwald begeistern soll. „Jede Region in Hessen hat ihren eigenen Charme und ihre eigene Besonderheit. Die Förderprogramme des Landes wollen den Regionen helfen ihre Stärken gezielt weiter zu entwickeln“, sagte Ministerin Hinz.

„Die Ideen, Projekte und Ziele der Akteure ergänzen das Engagement des Landes im Bereich des Landtourismus in vorbildlicher Weise und schaffen einen erheblichen Mehrwert“, so Hinz. Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit sind elementare Grundlagen die es weiter zu entwickeln gilt. Daher hat die schwarz-grüne Landesregierung auch für das Landtourismusmarketing die jährlichen Landesmittel auf 250.000 Euro verdoppelt, um zeitgemäße Marketingstrategien für Print-, Web- und Social Media–Kampagnen umsetzten zu können. Intensivieren will man auch die Qualifizierungsangebote für das Gastgewerbe. „Die Einbindung des Gastgewerbes in die Tourismusstrategien ist Voraussetzung dafür, dass der Tourismus als relevanter Wirtschafts- und Standortfaktor im ländlichen Raum weiter ausgebaut wird“, betont die Ministerin.

Wie zukunftsfähige Strukturen im Gastgewerbe aussehen können, verdeutlichte Familie Lutz beim abschließenden Betriebsrundgang im „Grünewalds“. Mit dem Bau einer Eventscheune werden die Kapazitäten erweitert. Ein saisonal-regional betontes Speisen- und Getränkeangebot findet wachsenden Zuspruch und ist Basis des wirtschaftlichen Erfolgs. Auch die Investitionskosten des Bauernhofcafés konnten mit einem Zuschuss aus dem Dorfentwicklungsprogramm kompensiert werden.

Die Image- und Themenkampagne Odenwald soll als Kooperationsprojekt mit den LEADER-Regionen Darmstadt–Dieburg, Odenwald und dem bayrischen Main4Eck umgesetzt werden. Hierzu sei man bereits in Abstimmung und hoffe, von den EU- und Landesmitteln des LEADER-Programms profitieren zu können. Ministerin Hinz lobte das Ansinnen und zeigte sich zuversichtlich, dass alle fördertechnischen Voraussetzungen kurzfristig zur Verfügung stünden. Aktuell werden die Haushaltsmittel den Bewilligungsstellen bei den Landkreisen zugewiesen. Die  Überarbeitung der Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der ländlichen Entwicklung war insbesondere durch zeitgemäße Anpassungen im Dorfentwicklungsprogramm sowie durch ergänzende Förderangebote für Kleinstunternehmen der Grundversorgung und für die Schaffung regionaltypischer Ferienwohnungen erforderlich geworden.

Den 24 hessischen LEADER–Regionen steht in der Förderperiode 2014-20 ein Planungsbudget von jeweils ca. 2 Millionen Euro zur Verfügung. Über die Förderangebote der ländlichen Entwicklung informieren die entsprechenden Stellen der Landräte und Landrätinnen sowie die jeweiligen LEADER Aktionsgruppen. 

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