Mehrere Personen schippen Sand mit Spaten

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Landesregierung unterstützt Bau mit 1,7 Mio. Euro

In Frankenau entsteht mit Unterstützung der Landesregierung das zweite Gesundheitszentrum des Kreises Waldeck-Frankenberg. Nach Battenberg erhält auch Frankenau eine sektorenübergreifende Anlaufstelle für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. „Kreis und Land begegnen den Herausforderungen der gesundheitlichen Versorgung insbesondere im ländlichen Raum einmal mehr Hand in Hand – die beiden lokalen sektorenübergreifenden Gesundheitszentren belegen das eindrucksvoll. Sie sind attraktive Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger bei allen Fragen der Gesundheitsversorgung. Denn darum geht es: Unsere hochwertige Gesundheitsversorgung auch bei schwieriger werdenden Rahmenbedingungen zu erhalten“, sagte Gesundheitsminister Kai Klose im Rahmen des Spatenstichs am Freitag.

Gemeinsam mit Priska Hinz, der für die ländlichen Räume zuständigen Ministerin und mit dem Ersten Beigeordneten des Landkreises Waldeck-Frankenberg, Karl-Friedrich Frese, besichtigte er zum Baustart den künftigen Standort des Zentrums, der sich inmitten von Frankenau gegenüber dem Rathaus befindet.  

„Unsere Förderung für die ländliche Entwicklung kommt bei den Menschen vor Ort an. Mit dem Gesundheitszentrum Frankenau unterstützen wir mit über 1,3 Millionen Euro aus dem Dorfentwicklungsprogramm nicht nur das größte Bauprojekt der Stadt in den letzten zehn Jahren. Wir stärken damit vor allem auch eine gute, umfassende und langfristige medizinische Versorgung für die Menschen in Frankenau und Umgebung“, sagte Ministerin Hinz. Das Dorfentwicklungsprogramm zähle zu den stärksten Förderinstrumenten, das den hessischen Gemeinden direkt zugutekommt. Damit fördere man, was die ländlichen Räume und das Leben der Menschen vor Ort attraktiver mache.

„Ziel ist es, die gesundheitliche Versorgung in Waldeck-Frankenberg dauerhaft sicherzustellen“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Frese, der gleichzeitig Gesundheitsdezernent des Landkreises ist. „Im neuen Gesundheitszentrum in Frankenau werden wir künftig viele Versorger und medizinische Dienstleister in einem Haus vereinen. Das schafft nicht nur Synergien zwischen den dort ansässigen Akteuren. Es hilft vor allem den Patientinnen und Patienten, die viele Gesundheitsangebote an einem gemeinsamen Standort vorfinden.“ Im geplanten Gesundheitszentrum sind eine hausärztliche Praxis, ein Pflegezentrum, eine Apotheke, eine Physiotherapie- und eine Zahnarztpraxis vorgesehen.

Den Aufbau und die Inbetriebnahme der lokalen und sektorenübergreifenden Gesundheitszentren in Battenberg und Frankenau fördert das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) mit insgesamt rund 350.000 Euro. Für die Förderung der gesundheitlichen Versorgung insbesondere in ländlichen Räumen stellt das Land im Jahr 2023 über 5,4 Millionen Euro alleine aus dem Etat des HMSI zur Verfügung. Dazu kommen die allgemeinen Mittel aus der Förderung der ländlichen Räume, die über die Dorf- oder die Regionalentwicklung erfolgen. Hier haben Maßnahmen zur Daseinsvorsorge und Grundversorgung auch im Gesundheitswesen ebenfalls einen festen Platz. Rund 50 Millionen Euro jährlich stehen in beiden Programmen jährlich zur Verfügung.

„Durch ein Klammern an den Status quo der bestehenden Strukturen wird es uns nicht gelingen, unsere hochwertige Gesundheitsversorgung zu erhalten – es braucht Transformation, damit wir unsere Qualität halten können. Hier arbeiten unterschiedliche Fachexpert*innen gemeinsam unter einem Dach und können so entstehende Synergien nutzen, um ganzheitliche Behandlungsansätze mit kurzen Wegen für die Patient*innen zu verfolgen“, sagte Klose.  Dieser interdisziplinäre und ganzheitliche Ansatz in einem sektorenübergreifenden Zentrum biete attraktive und moderne Arbeitsbedingungen, was in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels besonders wichtig sei – und leiste gerade für ältere und chronisch kranke Menschen einen wesentlichen Beitrag zur Langzeitversorgung, so der Gesundheitsminister weiter, der allen Beteiligten für ihre Arbeit und ihr Engagement dankte.

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