Nilgans auf einem Ast

Invasive Arten

Der internationale Handel und Reiseverkehr sorgen dafür, dass sich vormals getrennte Ökosysteme zunehmend vermischen. Ein geringer Teil der „Waren und Mitbringsel aus aller Welt“ kann sich am Zielort in freier Natur weitervermehren und ausbreiten. In Mitteleuropa sind die potenziellen Auswirkungen nicht so dramatisch dennoch gilt es, neue Arten hinsichtlich Ihrer Verbreitung zu beobachten.

Bereits seit Jahrhunderten bringen Menschen – bewusst und unbewusst - von Reisen in ferne Länder Tiere und Pflanzen mit, dies hat sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht. Ein geringer Teil der eingeschleppten Arten kann sich am Zielort in freier Natur weitervermehren und ausbreiten. Von diesen wiederum stellen sich nur etwa 10% als „invasiv“ und damit potenziell problematisch heraus.

Besonders auf Inseln, auf denen sich im Laufe der Evolution sehr spezielle Tier- und Pflanzenarten entwickelt haben, können solche „invasiven Neobiota“ enorme Schäden anrichten. So werden beispielsweise in Neuseeland und Australien viele dort heimische Arten durch von Siedlern eingebrachte Kaninchen, Katzen und Füchse bedrängt. Manche Arten verursachen Probleme in der Land- oder Forstwirtschaft, z.B. Holzschädlinge. Letztlich können neue Arten auch gesundheitliche Probleme für Mensch, Pflanze und Tier mit sich bringen, wie etwa die allergieauslösende Ambrosia-Pflanze.

Grünes Krautgewächs mit behaarte Stängeln und wechselständig Blüten/Blättern.

Invasive Arten in Deutschland

In Mitteleuropa sind die potenziellen Auswirkungen glücklicherweise nicht so dramatisch wie auf Inseln, dennoch gilt es, neue Arten hinsichtlich Ihrer Verbreitung und Auswirkungen gut zu beobachten. Dabei liegt der deutliche Schwerpunkt in dem Versuch der Verhinderung der Ansiedlung neuer Arten, solange sich diese noch nicht weit verbreitet haben. Bei den ersten Exemplaren sind die Chancen, deren Etablierung in unserer Natur zu verhindern, am größten und Gegenmaßnahmen können wirksam sein. Als invasiv geltende Arten, die sich bei uns bereits seit vielen Jahrzehnten weit verbreitet haben, wie etwa der Waschbär oder das Drüsige Springkraut, sind nicht mehr aus unserer Umwelt zu entfernen. Bei diesen Arten kann lediglich versucht werden, ihre weitere Ausbreitung zu verlangsamen und negative Auswirkungen - dort wo es möglich ist und als nötig erachtet wird- abzumildern.

Management und Maßnahmen

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