Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Erhaltenswertes Kulturerbe

Staatsdomänen & Staatsweingüter

hmuelv-Kloster Eberbach

Kloster Eberbach in Eltville am Rhein - © christian-colista / Fotolia.com
Kloster Eberbach in Eltville am Rhein
© christian-colista / Fotolia.com

Staatsdomänen erfüllen eine wichtige landespolitische Aufgabe: Sie fördern die Belange der Landwirtschaft 

Das Land Hessen verfügt über rund fünfzig Staatsdomänen und Pachtobjekte mit einer Gesamtfläche von rund 7.800 ha. Weitere rund 6.200 ha sind domänenfiskalische Einzelgrundstücke (Streubesitz), die überwiegend an landwirtschaftliche Betriebe zu deren Existenzfestigung verpachtet werden.

Durch standortgerechte und umweltschonende Wirtschaftsweise sowie die Übernahme von Sonderaufgaben in Acker- und Pflanzenbau, in der Tierzucht sowie im Umweltbereich fördern Domänen die Belange der Landwirtschaft. Die Verwaltungsaufgaben für das domänenfiskalische Grundvermögen werden seit 2003 von der Hessischen Landgesellschaft mbH (HLG) in Kassel wahrgenommen.

Hessische Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach

Die Geschichte der hessischen Staatsweingüter ist auf das Engste mit der des Klosters Eberbach verbunden. Unter dem Namen "Verwaltung der Staatsweingüter Kloster Eberbach" bewirtschaftete diese bis Ende der Neunzigerjahre mehrere Weingüter, Kellereien und das ehemalige Kloster Eberbach.

Im Zuge einer Reformmaßnahme wurde das Kloster Eberbach aus den Staatsweingütern ausgegliedert. Staatsweingüter und Kloster werden seit 1998 in getrennten Rechtsformen bewirtschaftet.

Die Hessischen Staatsweingüter, die im Alleineigentum des Landes stehen und seit 2003 in der Rechtsform einer GmbH bewirtschaftet werden, sind mit rund 200 ha Rebfläche das größte deutsche Weingut mit einer fast 900-jährigen Weinbau Tradition im Rheingau.

Sie werden produktionstechnisch und betriebswirtschaftlich auf die gestiegenen Anforderungen des Marktes ausgerichtet. Dazu gehört auch die im Jahre 2008 fertig gestellte zentrale Weinkellerei im Steinberg.

Baudenkmal Kloster Eberbach soll als Kulturerbe erhalten bleiben

Nach der Ausgliederung aus den Hessischen Staatsweingütern wird das Kloster Eberbach seit 1998 in der Rechtsform einer Stiftung des öffentlichen Rechts geführt.

Mit der Errichtung der "Stiftung Kloster Eberbach" im Jahr 1998 wurde dem besonderen Charakter dieser eindrucksvollen Bauten Rechnung getragen: In der Stiftungsverfassung ist festgelegt, dass die Stiftung das Bau- und Kulturdenkmal Kloster Eberbach durch eine maßvolle und schonende Nutzung auf Dauer zu erhalten sowie dessen historische Weinbautradition zu bewahren hat. Dies wird u.a. durch eine enge Zusammenarbeit mit der "Hessische Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach" gewahrt.

Generalsanierung des Klosters Eberbach wird mit Landesmitteln gefördert

Zur Sicherung und Sanierung der eindrucksvollen Bauten des 12. und 14. Jahrhunderts stellt das Land Hessen seit 1986 Mittel aus dem Landeshaushalt zur Verfügung. Die Generalsanierung wird noch mehrere Jahre dauern. Nach derzeitigem Stand betragen die Gesamtinvestitionen hierfür rund 130 Millionen Euro.