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Soziale Landwirtschaft

Informationsmöglichkeiten in Hessen

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Informationsmöglichkeiten
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Hessen informiert über die Soziale Landwirtschaft

In Hessen gibt es bei der Verknüpfung von Hilfen für bedürftige Menschen und der sie vertretenden und betreuenden Einrichtungen und Behörden mit der praktischen Landwirtschaft einige Erfahrungen. Vielfältige Informationsmöglichkeiten können geboten werden.

  • Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH)

Im Rahmen seiner Zuständigkeit für die Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) für die Berufe der Landwirtschaft und des Gartenbaus ist der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) auch die zuständige Stelle für die Ausbildung behinderter Menschen nach § 64 ff BBiG in diesen Berufen. Benachteiligte Jugendliche oder junge Erwachsene können nach einer inhaltlich reduzierten Ausbildungsregelung eine Ausbildung in dementsprechend anerkannten Ausbildungsbetrieben absolvieren und an einer Abschlussprüfung teilnehmen. Sie erhalten anschließend ein Zeugnis mit der jeweiligen Berufsbezeichnung.

Der LLH betreut in v.g. Funktion auch Maßnahmen der Einstiegsqualifizierung (EQ) und Qualifizierungsbausteine. EQ-Verträge dienen der Vorbereitung von jungen Menschen auf eine reguläre Ausbildung in einem Beruf. Sie werden in der Regel ein Jahr lang in einem Betrieb mit Inhalten aus der Ausbildungsverordnung vertraut gemacht. Unter bestimmten Umständen kann ein Teil der Zeit auf eine reguläre Ausbildung angerechnet werden. Qualifizierungsbausteine, die vom LLH geprüft und genehmigt werden, umfassen sehr eng umrissene Tätigkeiten aus dem ersten Ausbildungsjahr, die je nach Schwere über 3-6 Monate lang vermittelt werden und mit einem betriebsinternen Test abgeschlossen werden. Der Erfolg wird mit einem Zertifikat bescheinigt. Die Ausbildungsberater des LLH unterstützen die Betriebe bei der Gestaltung und Durchführung der Maßnahmen. Anbieter solcher Bildungsmaßnahmen sind häufig Werkstätten für Behinderte, die einen Arbeitsschwerpunkt in der Landwirtschaft haben.

Die rein ehrenamtliche und DASoL bietet bundesweite Informations- und Unterstützungsangebote an. Die Arbeitsgemeinschaft veröffentlicht u.a. Rundbriefe mit vielfältigen Informationen für interessierte Betriebe rund um das Thema Soziale Landwirtschaft. Projektträger ist PETRARCA e.V. Darüber hinaus hat die regionale Arbeitsgemeinschaft bereits mehrere Vernetzungstreffen sowie eine Tagung organisiert.

Des Weiteren beinhaltet das Internetportal der DASoL eine Hofsuche-Datenbank, auf der nach verschiedenen Kriterien oder Kombinationen nach Einrichtungen Sozialer Landwirtschaft in ganz Deutschland oder in bestimmten Regionen gesucht werden kann. Die Datenbank basiert auf einer bundesweiten Umfrage auf Höfen Sozialer Landwirtschaft und soll als Informationsplattform zum Erfahrungsaustausch, zur Vermittlung und der Vernetzung zur gegenseitigen Unterstützung von Hofgemeinschaften, landwirtschaftlichen Betrieben und Gärtnereien, die sich im sozialen Bereich engagieren, dienen.