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Soziale Landwirtschaft

Fördermöglichkeiten

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Schild "Staatliche Förderung"
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Das Land Hessen bietet verschiedene Fördermöglichkeiten an, die ihre Wirkungen mittelbar auch im Bereich der Sozialen Landwirtschaft entfalten können.

Hierzu zählen z.B. die Fördermöglichkeiten für Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter über das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP), die grundsätzlich auch Betrieben der Sozialen Landwirtschaft zugutekommen können. Landwirtschaftliche Unternehmen oder Unternehmen, die einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften und unmittelbar kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen, können mit Fördersätzen zwischen 20 und 40 Prozent des jeweils förderfähigen Investitionsvolumens gefördert werden. Im Falle der Umsetzung von Vorhaben im Rahmen von Kooperationen erhöht sich der jeweilige Fördersatz um 10 Prozent, im Rahmen einer Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP-Agri)“ und Beteiligung des landwirtschaftlichen Unternehmens in einer Operationellen Gruppe (OG) um 20 Prozent.

Weiterhin können über die Förderung von Investitionen zur Diversifizierung (FID) Investitionen zur Schaffung zusätzlicher Einkommensquellen gefördert werden. Ein Bezug zu Tätigkeiten im Bereich der Sozialen Landwirtschaft ist hier besonders gegeben. Gefördert werden neben landwirtschaftlichen Unternehmen, auch Unternehmen, die einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften und unmittelbar kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen. Der Fördersatz liegt einheitlich bei 25 Prozent des jeweils förderfähigen Investitionsvolumens. Der unter Berücksichtigung des Beihilferechts maximal zu gewährende Zuschuss liegt bei 200.000 Euro innerhalb eines Zeitraums von drei Kalenderjahren.

Auch können über die Förderangebote der ländlichen Regionalentwicklung im Rahmen des LEADER- Ansatzes einzelne Vorhaben der ländlichen Entwicklung gefördert werden, sofern diese über eine der 24 in Hessen anerkannten LEADER-Gruppen umgesetzt werden  und die Themen Integration und Inklusion bzw. Soziale Landwirtschaft im jeweiligen Regionalen Entwicklungskonzept enthalten sind. Das jeweilige Vorhaben muss von der Lokalen  Aktionsgruppen (LAG) priorisiert werden.

Mit dem „Hessischen Perspektivprogramm zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen schwerbehinderter Menschen (HePAS II)“ bietet das Land Hessen unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten zur Chancenverbesserung auf dem Arbeitsmarkt für in diese Gruppe fallende Menschen an, die grundsätzlich auch von landwirtschaftlichen Betrieben in Anspruch genommen werden können.

Das Prämiensystem des HePAS verfolgt das Ziel, Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe ergänzend zu den gesetzlichen Leistungen der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter für die Einstellung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zu sensibilisieren. Dieses Programm bietet somit Unternehmen und Dienststellen finanzielle Anreize, behinderte Menschen als Fachkräfte zu gewinnen, um mit Ihnen gemeinsam ihre wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Ziel ist es, schwerbehinderte Menschen in ein reguläres, möglichst dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis zu bringen. Neben finanziellen Förderungen sollen insbesondere  durch individuelle Unterstützungsleistungen bereits in der betrieblichen Kennenlernphase das Angebot des Beschäftigungsgebers mit der Bewerbernachfrage besser zusammengeführt werden. Dieses Programm wird gemeinsam mit dem Landeswohlfahrtsverband Hessen durchgeführt und bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Instrumente, um die gesteckten Ziele zu erreichen.