Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Soziale Landwirtschaft

Beratung in Hessen

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Vielfältige Beratungsmöglichkeiten
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Das Land Hessen unterstützt landwirtschaftliche, garten- sowie weinbauliche Betriebe durch die flächendeckende Bereitstellung der Offizialberatung des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen - LLH  bzw. des Regierungspräsidiums Darmstadt (Dezernat Weinbau in Eltville). Die Offizialberatung arbeitet praxisnah, objektiv, neutral und sie ist von Interessen Dritter unabhängig. Die Beratungskräfte verfügen fachlich und methodisch über eine qualifizierte Ausbildung und eine ständige Fort- und Weiterbildung wird praktiziert. Die Beraterinnen und Berater des LLH arbeiten ausgehend von den bestehenden Standorten in ganz Hessen und sind in sieben Beratungsteams -Ökonomie und Verfahrenstechnik, Erwerbskombinationen, Gartenbau, Pflanzenbau, Tierhaltung, Ökologischer Landbau sowie Tierzucht und Qualitätssicherung - organisiert. Zu den Beratungskunden gehören auch die Betriebe mit sozialer Landwirtschaft. Die Beratung erfolgt sowohl als Einzelberatung als auch im Rahmen von Arbeitskreisen, so gehören z.B. Betriebe mit sozialer Landwirtschaft einzelnen LLH-Arbeitskreisen (Milchvieh, Ackerbau) an. Ein Schwerpunkt ist die Beratung durch das Beratungsteam Ökologischer Landbau, da die meisten Betriebe mit sozialer Landwirtschaft ökologisch wirtschaften. Weitere Beratungsthemen sind die Tierhaltung, Tierzucht und Qualitätssicherung, Betriebswirtschaft und Verfahrenstechnik, Gartenbau und Erwerbskombinationen. Im LLH-Beratungsteam Erwerbskombinationen laufen auch Aktivitäten zum Aufbau einer fachlichen Kompetenz für eine weitere Vertiefung des Themenfeldes soziale Landwirtschaft, wobei die Beratungsnachfrage in diesem Bereich zurzeit noch nicht sehr ausgeprägt ist.

Das LLH-Bildungsseminar Rauischholzhausen hat in Zusammenarbeit mit der Europäische Akademie für Landschaftskultur PETRARCA e.V. mehrere Veranstaltungen zu Themen der sozialen Landwirtschaft durchgeführt, wie u.a. die Fachtagung „Soziale Landwirtschaft, Ziele, Perspektiven und Praxis“. Zielgruppe sind landwirtschaftliche Betriebe, die in Hessen soziale Arbeitsfelder in den Betrieb bereits integriert haben oder integrieren wollen. Derartige Veranstaltungen sollten auch künftig weiter angeboten werden.

Darüber hinaus können Informationen zur Sozialen Landwirtschaft über die „Deutsche Arbeitsgemeinschaft Soziale Landwirtschaft“ - DASoL“ angefragt werden. Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist u.a. die Bildung eines Austauschforums für die Vielfalt der Sozialen Landwirtschaft und deren weitere Entwicklung. Dies soll durch die Einrichtung und Weiterentwicklung thematischer und regionaler Netzwerke geschehen, die u.a. dem Austausch von Betrieben, Experten oder Praktikern bestimmter Klientengruppen (z.B. Jugendliche, Suchtabhängige, Langzeitarbeitslose, alte Menschen) dienen, für die bisher noch keine Vernetzungsstrukturen bestehen. Durch die Initiierung dieser regionalen Netzwerke kann der Austausch von Akteuren angestoßen werden, um Maßnahmen zur Unterstützung Sozialer Landwirtschaft in einer Region zu fördern. Weitere Informationen können über das Regionalnetzwerk Hessen eingeholt werden.

Zusätzlich können sich interessierte Personen an das Netzwerk "Alma", mit Sitz in Verden/Aller, wenden, welches sich als ein Netzwerk von und für Landwirte, Angehörige und Freunde behinderter Menschen und Integrationsbegleiter versteht - kurz, für alle, die mit der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft zu tun haben.