Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Startseite » Landwirtschaft » Soziale Landwirtschaft » Beispiele zur Verdeutlichung der Vielfältigkeit der Sozialen Landwirtschaft
Soziale Landwirtschaft

Beispiele zur Verdeutlichung der Vielfältigkeit der Sozialen Landwirtschaft

Kirchhof Agrar
1 von 2 Bildern
© Kirchhof Agrar KG

Soziale Landwirtschaft  erweitert das klassische Funktionsspektrum der Landwirtschaft und bietet den landwirtschaftlichen Betrieben neue Entwicklungsmöglichkeiten. Sie bietet vielfältige Umsetzungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe und berücksichtigt hierbei u.a. therapiebedürftige und benachteiligte Menschen, wie z.B. Menschen mit psychischen, geistigen oder körperlichen Behinderungen, Drogenkranke, lernschwache Jugendliche, Langzeitarbeitslose, Emigranten, ehemalige Straffällige, aber auch pädagogische Initiativen wie Schul- und Kindergartenbauernhöfen. Konkret geht es darum, Menschen mit besonderen Bedarfen in landwirtschaftliche Betriebe zu integrieren.

Die Soziale Landwirtschaft bietet damit landwirtschaftlichen Betrieben die Möglichkeit, aus gemeinnützigen und gesellschaftlichen Aktivitäten, die mit Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Gartenbau und Forst verknüpft sind, einen Einkommensbeitrag zu erwirtschaften und erfüllt auch gesellschaftliche Aufträge, indem sie sich um die Personengruppen kümmert, denen in der Vergangenheit kaum Alternativen geboten wurden.

Nachfolgend werden einige Beispiele aus dem Bereich der Sozialen Landwirtschaft in Hessen vorgestellt:

„antonius – Netzwerk Mensch“ initiiert Projekte zur Förderung von Inklusion und unterbreitet hierzu umfassende Angebote in Bereichen der Lebenswirklichkeit, wie etwa Arbeit, Ausbildung, Wohnen, Frühförderung und Freizeit. Das Netzwerk bietet u.a. insgesamt rund 1.000 Arbeits- und 60 Ausbildungsplätze.

Hephata engagiert sich für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität und gibt nicht nur Arbeit, sondern Sinn für Menschen, die in ihren sozialen, körperlichen oder geistigen Möglichkeiten so beeinträchtigt sind, dass sie in einer rein auf Effizienz ausgerichteten Arbeitswelt kaum Beschäftigung finden.

In der Hephata-Diakonie, aber auch in kooperierenden Betrieben wird die Eingliederung ins Berufsleben ermöglicht. Mehr noch: Talente, Fähigkeiten und das Selbstwertgefühl werden gefördert und gestärkt. So wird sinnvolle Arbeit zum Genuss für Alle. Eben: „Für Uns“ (www.gutes-fuer-uns.de)

Die Landwirtschaft in der Hephata Diakonie diente ursprünglich der Selbstversorgung. Anfang der 1990er Jahre stellten wir die Betriebe um auf Bio. Schon bald danach begannen wir, unsere Waren auch im regionalen Lebensmittelhandel anzubieten. Damals wie auch heute und in Zukunft achten wir auf einwandfreie und fair produzierte regionale Qualität. Ökologie und Fairness sind dabei für uns als ein diakonisches Unternehmen in Verbindung mit der evangelischen Kirche unverzichtbar. Wir tragen Verantwortung für die Schöpfung, indem wir auf chemische Dünger verzichten und unsere Tiere konsequent artgerecht halten.

Der Hutzelberghof ist ein landwirtschaftlicher Betrieb, der sich mit Ackerbau, Gemüsebau und Tierhaltung den Belangen von Kindern angepasst hat.

Unterstützung von  Menschen mit Suchtproblemen in jeder Lebenssituation.

Integration behinderter Menschen in Zusammenarbeit mit den „Sozialen Förderstätten Bebra“ und Führungen auf dem Kirchhof, in denen in seminarähnlicher Form die Grundlagen von ökologischer Landwirtschaft und der Erzeugung hochwertiger Lebensmittel durch handwerkliche Verarbeitung sowie deren Bedeutung für eine gesunde Ernährung vermittelt werden.

Weitere Beispiele finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Soziale Landwirtschaft unter dem Menüpunkt „Hofsuche