Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
NLR

Nationales Netzwerk für den ländlichen Raum

Logo Netzwerk Ländlicher Raum

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In der neuen Förderperiode 2007-2013 sind die Mitgliedstaaten gemäß Art. 68 der ELER-Verordnung verpflichtet, ein nationales Netz für den ländlichen Raum zu errichten, das die Organisationen und Verwaltungen umfasst, die im Bereich der Entwicklung des ländlichen Raums tätig sind. Im Kapitel 6 des „Nationalen Strategieplans der Bundesrepublik Deutschland für die Entwicklung ländlicher Räume 2007-2013“ ist die Einrichtung einer nationalen Vernetzungsstelle auf Grundlage eines Bundesprogramms verankert. Dem Austausch von Ergebnissen, Erfahrungen und Know-how zwischen allen an der Entwicklung ländlicher Gebiete beteiligten bzw. interessierten Kreisen wird in Deutschland und der Europäischen Union hohe Priorität beigemessen.

Mit dem Programm  "Nationales Netzwerk für den Ländlichen Raum Deutschland" werden

  • Rahmenbedingungen und die Schwerpunkte der Vernetzung sowie Beteiligte des Netzwerks für den ländlichen Raum,
  • der Aktionsplan der Vernetzungsstelle,
  • das Verfahren und der Zeitplan für die Einrichtung der Vernetzungsstelle sowie
  • der Finanzierungsplan für die Vernetzung

unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Mid-Term-Evaluierung (Leader +) dargestellt. Die Beteiligten an den ländlichen Entwicklungsprogrammen und begleitenden Organisationen bilden das Netzwerk ländlicher Raum. Die Vernetzungsstelle ländlicher Raum bietet Dienstleistungen und Informationen für diese Akteure an und ist organisatorisch in die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingegliedert.

Das Programm enthält einen strategischen Ansatz, der es ermöglicht, trotz der großen Anzahl der am Netz Beteiligten alle Zielgruppen der vier Förderschwerpunkte adäquat zu bedienen. Dazu werden unterschiedliche Informations-, Austausch- und Vernetzungsintensitäten für die verschiedenen Bereiche der ELER-Verordnung definiert.

Mitglieder des Netzes

Die Maßnahmen der  Vernetzungsarbeit werden von einer Vielzahl von Institutionen inhaltlich repräsentiert. Ziel ist es, möglichst viele relevante Gruppen und Institutionen in die Netzwerkstruktur einzubinden. Dazu bedarf es einer schwerpunkt- und maßnahmenbezogenen Identifikation der Einrichtungen, Akteure und Netzwerke im ländlichen Raum sowie der kontinuierlichen Kommunikation.Das föderale Staatssystem der Bundesrepublik Deutschland spiegelt sich auch in der Struktur der verschiedensten Netzwerkpartner wieder. Diese Strukturen stellen häufig eigene Netzwerke dar, die es zu nutzen gilt. Zum einen können durch diese Netzwerke alle Ebenen der Akteure des ländlichen Raumes erreicht werden. Zum anderen bündeln sie die auf diesen Ebenen vorhandenen Erfahrungen, Kenntnisse und Ansprüche und beeinflussen insofern die Ausrichtung und die Koordination des Nationalen Netzwerkes. Dabei kommt den im Begleitausschuss vertretenden Mitgliedern eine besondere Bedeutungzu, die über die in der VO (EG) Nr.1698/2005 für den Begleitausschuss festgelegten Funktionen hinausgeht.

Die Bundesländer, die nach dem Grundgesetz weitgehend für die Entwicklung ländlicher Räume zuständig sind und diese Aufgabe u.a. im Rahmen der Förderprogramme nach der VO (EG) Nr.1698/2005 wahrnehmen, sind Mitglieder dieses Ausschusses. Über die Vertreter von Bundesressorts werden die wesentlichen Politikbereiche für die Entwicklung der ländlichen Räume in den Begleitausschuss eingebunden. Die WISO-Partner kommen aus den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Umwelt, Naturschutz, Gebietskörperschaften, Handwerk, Bildung und Kultur und decken damit die für die 2. Säule der GAP wichtigen Handlungsfelder ab.