GAP-Strategieplan 2021-2027 (GAP-SP)

Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums 2021-2027

Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) fördert die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums in der Europäischen Union mit einem Bündel unterschiedlicher Maßnahmen. Zusammen mit dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) stellen diese beiden Fonds die beiden Säulen der Finanzierung der umfangreichen Maßnahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) dar.

Die Erhaltung und Sicherung des ländlichen Raums im Hinblick auf einen wirtschaftlich stabilen, ökologisch wertvollen, attraktiven und sozial lebenswerten Raum stellt auch für die künftige Umsetzung des ELER eine wichtige Herausforderung dar.

In den letzten 20 Jahren wurde die Förderung der Entwicklung der ländlichen Räume durch regionale Entwicklungspläne (EPLR) umgesetzt. Dieses System erfährt in der neuen Förderperiode eine Änderung. Auf der Grundlage der in 2018 von der EU-Kommission vorgelegten VO-Vorschläge wird die Umsetzung der Förderung der Entwicklung der ländlichen Räume in Strategieplänen auf Ebene der Mitgliedsstaaten umgesetzt. Diese GAP-Strategiepläne (GAP-SP) könne regionale Teile enthalten.

In dem GAP-SP werden erstmals die Maßnahmen der 1. Säule der GAP (Direktzahlungen sowie die Marktordnungen) und die der 2. Säule der GAP (Entwicklung ländliche Räume) gemeinsam programmiert. Dies stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Die Ziele des von der EU im Dezember 2019 vorgestellten „Green Deal“ mit der geplanten Biodiversitätsstrategie sowie der Strategie „Vom Hof auf den Teller“ (Farm to Fork-Strategie) werden einzubeziehen sein.

Die Erstellung des GAP-Strategieplans für Deutschland befindet sich bereits seit 2018 in Vorbereitung und wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in enger Abstimmung mit den Bundesressorts, den Ländern sowie den Verbänden und Interessengruppen koordiniert. Bislang erfolgte eine Beschreibung der Ausgangslage mit einer Stärken-Schwächen-Analyse. Eine daraus abgeleitete Bedarfsanalyse befindet sich in der Abstimmung. Auf der Grundlage der von der EU vorgegebene Ziele sind hieraus geeignete Maßnahmen abzuleiten.

Die Umsetzung der künftigen Fördermaßnahmen des ELER werden weiterhin in der Kompetenz der Länder liegen. Die Regelungen im Bereich der Direktzahlungen werden in Deutschland wie bisher einheitlich auf nationaler Ebene festgelegt.

Die ELER-Verwaltungsbehörde Hessen stellt sicher, dass die Verwaltung sowie die Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpartner im Rahmen des umfangreichen Prozesses im erforderlichen Umfang beteiligt werden.

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