Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Förderangebote

Ausgleichszulage (AGZ)

hmuelv-hunsrueck

Grasende Schafe auf einer Wiese mit einem Baum, im Hintergrund der Niddaer Ortsteil Eichelsdorf - © Wolfgang Wagner
© Wolfgang Wagner

Was wird gefördert?

Die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (AGZ) ist ein Förderinstrument zum Erhalt der flächendeckenden Landwirtschaft auch in den sogenannten benachteiligten Gebieten und wurde aus dem Bergbauernprogramm der EWG entwickelt. Benachteiligte Gebiete weisen Grenzertragsstandorte auf, auf denen infolge erschwerter natürlicher Bedingungen die Tendenz zur Aufgabe der landwirtschaftlichen Produktion höher ist als in anderen Gebieten. Diese Standorte zeichnen sich beispielsweise durch Höhenlagen, Hangneigungen, Erreichbarkeit, besondere klimatische Voraussetzungen oder auch geringe Bodenqualitäten aus.
Die Ausgleichszulage (AGZ) wird als Kompensation ständiger natürlicher und wirtschaftlicher Nachteile der Landwirtschaft gewährt. Ziel der Förderung ist es, in benachteiligten Gebieten eine standortgerechte und möglichst flächendeckende Landbewirtschaftung zu sichern.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind aktive Betriebsinhaber im Sinne von Artikel 9 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013, die in hessischen benachteiligten Gebieten wirtschaften und ihren Betriebssitz in Hessen haben

Wie wird gefördert?

In Hessen werden im Rahmen der AGZ landesweit rund 200.000 bis 220.000 Hektar Grünland und rund 100.000 bis 110.000 Hektar Ackerland gefördert. Eine Zahlung erfolgt erst ab einem Mindestförderbetrag von 250 Euro je

Zuwendungsempfänger. Die Ausgleichszulage beträgt im Falle der Grünlandnutzung jährlich mindestens 25 Euro je ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF). In Gemarkungen mit besonders hoher Benachteiligung (niedrige Landwirtschaftliche Vergleichszahl) kann der Fördersatz auf bis zu 136 Euro je ha LF ansteigen.

Im Falle der Ackernutzung werden jährlich 25 Euro je ha LF gezahlt. Bestimmte Ackerkulturen und aus der Produktion genommenen Flächen werden nicht gefördert.

Bis zu einer Betriebsgröße von 100,00 ha förderfähiger Fläche beträgt die Zahlung 100 %, von 100,01 bis 250,00 ha 80 % und von 250,01 bis 500,00 ha 60 % der errechneten Ausgleichszulage. Bei den über 500,00 ha je Betrieb hinausgehenden AGZ-Flächen erfolgt keine Förderung.

An wen wende ich mich für Beratung und Antragsstellung?

An die regional zuständigen Landratsämter oder die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.