Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Förderung der energetischen und stofflichen Biomassenutzung

Zielsetzung des Landes Hessen ist es, die Verwendung nachwachsender Rohstoffe bis zu ihrer Etablierung auf dem Markt aus Gründen der Emissionsverminderung, der ökologischen Nachhaltigkeit und der Förderung des ländlichen Raums zu unterstützen. Das Land Hessen gewährt daher Zuschüsse für Maßnahmen und Vorhaben, die der umweltverträglichen Energiegewinnung durch nachwachsende Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft und dem stofflichen Einsatz nachwachsender Rohstoffe in Hessen dienen.

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Rapsfeld
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Was wird gefördert?

Marktgängige automatisch beschickte Biomassefeuerungsanlagen zur zentralen Wärmeversorgung ab 30 kW

Die eingesetzten Brennstoffe müssen aus Rohholz (z.B. Holz aus dem Wald, Obst- und Gartenanlagen, der Landschaftspflege und von Kurzumtriebsplantagen) oder Stroh und Energiepflanzen oder aus naturbelassenen Sägewerksnebenprodukten gewonnen werden.

Anlagen bis 100 kW müssen Kesselwirkungsgrade von mind. 90 % bei Pelletfeuerungsanlagen und mind. 88 % bei Holzhackschnitzelfeuerungsanlagen aufweisen.

Der Zuschuss für die Errichtung von Biomassefeuerungsanlagen bis 100 kW zur Wärmeerzeugung beträgt 80 €/kW errichteter installierter Nennwärmeleistung bei Pelletfeuerungsanlagen, bei Holzhackschnitzelkesseln 3.500 € je Anlage und bei besonders emissionsarmen Scheitholzkesseln 2.000 € je Anlage. Bei Anlagen ab 101 kW werden bis zu 30 %, bei kommunalen Projekten 40 % (FAQ-Quote). der förderfähigen Investitionsausgaben gefördert. Der Förderhöchstbetrag beträgt 200.000 €. Die Förderung wird kumulativ zu anderen Förderungen, z.B. der des Bundes, gewährt.

Nahwärmenetze

Für ein im Rahmen einer geförderten Biomassefeuerungs- oder Biogasanlage zu errichtendes Nahwärmenetz kann zusätzlich ein Zuschuss in Höhe von bis zu 100 Euro/Trassenmeter und 250 Euro pro angeschlossenes Gebäude gewährt werden, jedoch nicht mehr als 30 % (bei Kommunen FAG-Quote 40 %) der zuwendungsfähigen Ausgaben. Bei Nahwärmenetzen gilt ein Höchstbetrag von 100.000 Euro pro Objekt.

Umsetzungskonzepte

Gefördert werden können Umsetzungskonzepte zur effizienten Biomassenutzung (z.B. Biomasseproduktion und –logistik, Anwendung spezieller Technologien und Verfahren). Diese dienen durch die Erfassung von spezifischen Problemen und Rahmenbedingungen sowie durch die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen der Vorbereitung komplexer Entscheidungen. Dabei ist auf eine Übertragbarkeit auf weitere Projekte zu achten. Die Förderung beträgt bis zu 75 %, maximal 200.000 €. Bei Abwärmenutzungskonzepten maximal 25.000 €.

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Die Vorhaben müssen der Gewinnung von Erfolg versprechenden Grundlagenkenntnissen dienen oder vorhandene Grundlagenkenntnisse weiterentwickeln. Es werden Zuschüsse von max. 50 % der förderfähigen Ausgaben gewährt.

Pilot- und Demonstrationsvorhaben

Erfolg versprechende, neu entwickelte Techniken und Verfahren müssen zur Vorbereitung des kommerziellen Einsatzes erprobt und optimiert werden. Zur Vorbereitung der Markteinführung muss die Möglichkeit eines Erfolg versprechenden, kommerziellen Einsatzes in beispielhaften und mustergültigen Anlagen nachgewiesen werden. Es werden Investitionskostenzuschüsse von max. 50 % der förderfähigen Ausgaben gewährt.

Schulungs- und Informationsveranstaltungen, Informationsmaterial, sonstige Projekte, die die Zielsetzung der Verwendung nachwachsender Rohstoffe unterstützen

Förderfähig sind Informationsmaterialien, Schulungs- und Informationsveranstaltungen zu technischen, ökonomischen, ökologischen und organisatorischen Fragen im Zusammenhang mit nachwachsenden Rohstoffen. Sonstige Projekte müssen der Emissionsminderung, der ökologischen Nachhaltigkeit und der Förderung des ländlichen Raumes dienen.

Grundsätzlich erfolgt die Förderung nach der „de-minimis-Regelung“ der Europäischen Kommission. Dies limitiert die Förderung für betroffene Unternehmen grundsätzlich auf einen Höchstbetrag von 200.000 €.

Wer wird gefördert?

Förderanträge können von öffentlichen und privaten Trägern gestellt werden.

Wie wird gefördert?

Im Auftrag des HMUKLV führt die hessenENERGIE GmbH eine kostenfreie Vorfeldberatung für Ihr Projekt durch.

Auf den Seiten der hessenENERGIE finden Sie die entsprechenden Ansprechpartner und auch umfangreiche fachtechnische Informationen.

Die Förderung wird im Grundsatz für Vorhaben gewährt, die im Land Hessen durchgeführt werden. Anträge auf Förderung sind bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) einzureichen, die die Zuwendungen im Auftrag des HMUKLV bewilligt. Aktuelle Informationen zu den Förderbedingungen, Antragsunterlagen und Beratung erhalten Sie bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank).

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