Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
AFP

Agrarinvestitions-Förderungsprogramm

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Kühe im Stall auf dem Karlshof in Roßdorf
© Staatskanzlei

Was wird gefördert?

Ziel des Agrarinvestitionsförderungsprogrammes ist die Unterstützung einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, besonders umweltschonenden, besonders tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft. Hierzu können investive Maßnahmen gefördert werden, die insbesondere zur

  • Verbesserung der Arbeits- und Produktionsbedingungen,
  • Rationalisierung und Senkung der Produktionskosten,
  • Erhöhung der betrieblichen Wertschöpfung beitragen.

Die Interessen der Verbraucher, die Entwicklung des ländlichen Raumes, die Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Schutz des Klimas sind dabei besonders zu berücksichtigen.

Wer wird gefördert?

Landwirtschaftliche Unternehmen, die entweder

  • die Mindestgrößen nach § 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte erreichen oder überschreiten
  • und deren Geschäftstätigkeit zu wesentlichen Teilen (mehr als 25 Prozent der Umsatzerlöse) darin besteht, durch Bodenbewirtschaftung oder durch mit Bodenbewirtschaftung verbundene Tierhaltung pflanzliche oder tierische Erzeugnisse zu gewinnen

oder

  • wenn das Unternehmen einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaftet und unmittelbar kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgt.

Wie wird gefördert?

Zuschuss

  • von bis zu 20 Prozent des förderfähigen Investitionsvolumens in der „Basisförderung“,
  • von bis zu 40 Prozent des förderungsfähigen Investitionsvolumens in der „Premiumförderung“
    bei Erfüllung baulicher Anforderungen an eine besonders tiergerechte Haltung (RL-EFP, Anlage 1, Teil B).

Junglandwirte (zum Zeitpunkt der Antragstellung jünger als 40 Jahre und die geförderte Investition muss innerhalb von 5 Jahren nach der erstmaligen Niederlassung getätigt sein) können einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von 10 Prozent des förderungsfähigen Investitionsvolumens, maximal 20.000 Euro erhalten.

Die Richtlinien EFP, der Förderantrag, das Merkblatt zum Antrag, eine Liste der Bewilligungsbehörden, einen Link zu den Ansprechpartnern für die betriebswirtschaftliche Beratung des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (LLH) sowie eine Liste der zugelassenen Baubetreuungsunternehmen (ab einem förderfähigen Investitionsvolumen von 100.000 Euro erforderlich) steht Ihnen nachfolgend zur Verfügung.

Ab dem 1. Juli 2016 können in Hessen über das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) neue Maschinen und Geräte zur Ausbringung von Wirtschaftsdüngern bzw. zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gefördert werden, wenn sie zu einer deutlichen Minderung von Emissionen oder Umweltbelastungen beitragen. Seit September 2017 ist zudem eine Förderung neuartiger mechanischer Verfahren zur Unkrautbekämpfung möglich. Die Maschinenförderung über das AFP ist befristet bis zum 31. Dezember 2019. Weitere Informationen sind dem Merkblatt zur Förderung von Maschinen und Geräten der Außenwirtschaft 2016-2019 zu entnehmen.

Das Julius Kühn-Institut (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen) weist auf einer Webseite unter Liste „AFP-Förderung“ die förderfähigen Geräte zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln aus und aktualisiert diese fortlaufend.