Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Förderangebote

Direktzahlungen für landwirtschaftliche Betriebe

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Geldschein im Feld
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Im Zuge der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ersetzt das System der Direktzahlungen seit dem Jahr 2015 die Betriebsprämie. Die Direktzahlungen tragen zur Einkommens- und Risikoabsicherung landwirtschaftlicher Betriebe bei und stellen den Schwerpunkt der EU-Agrarförderung (1.Säule) dar. Sie gleichen die im weltweiten Vergleich hohen EU-Standards im Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz aus, werden flächenbezogen gewährt und sind grundsätzlich von der landwirtschaftlichen Produktion entkoppelt.

Was wird gefördert?

In Deutschland gliedern sich die landwirtschaftlichen Direktzahlungen auf in Basisprämie, Greening-Prämie, Umverteilungsprämie, Junglandwirteprämie sowie Kleinerzeugerregelung. Voraussetzung für die Gewährung der Prämien sind Zahlungsansprüche, die im Jahr 2015 neu zugewiesen wurden. Um diese Zahlungsansprüche zu aktivieren, müssen entsprechende beihilfefähige Flächen bewirtschaftet und im Gemeinsamen Antrag angegeben werden.

  1. Basisprämie
    Die Basisprämie wird bundesweit angeglichen und ab 2019 bei 176 € / Hektar liegen.
     
  2. Greeningprämie
    Voraussetzung zum Erhalt der Greening-Prämie ist die Erbringung von Umweltleistungen. Komponenten des Greenings sind
    ► Anbaudiversifizierung auf Ackerflächen
    ► Erhaltung von Dauergrünland und
    ► eine (Acker-)flächennutzung im Interesse des Umwelt-, Klima- und Naturschutzes auf ökologischen Vorrangflächen.
    Bei Erfüllung der Greeningverpflichtungen wird bundeseinheitlich pro Hektar zusätzlich zur Basisprämie ein Betrag von ca. 85 € gezahlt.
    Betriebe des ökologischen Landbaus sowie Teilnehmer an der Kleinerzeugerregelung sind von den Greening-Verpflichtungen befreit.
     
  3. Umverteilungsprämie
    Zur Förderung kleiner und mittlerer Betriebe über die Betriebsprämie hinaus wurde die Umverteilungsprämie eingeführt. Mit ihr werden die ersten Hektar eines Betriebs gesondert gefördert. Der Prämienbetrag liegt jeweils für die ersten 30 Hektar bei rund 50 € und für die weiteren 16 Hektar bei rund 30 €. Sie ist eng mit der Betriebsprämie verknüpft und kann nur im Zusammenhang mit der Beantragung der Betriebsprämie bewilligt werden.
     
  4. Junglandwirteprämie
    Junglandwirtinnen und Junglandwirte, die einen Betrieb übernehmen oder neu gründen, können die Junglandwirteprämie beantragen.
    Die Prämie wird 5 Jahre lang für maximal 90 Hektar gewährt, wenn sie innerhalb von 5 Jahren nach dem Zeitpunkt der Übernahme / Gründung eines Betriebes beantragt wird. Sie beträgt etwa 44 € / Hektar.
     
  5. Kleinerzeugerregelung
    Die Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung ist freiwillig und konnte einmalig im Jahr 2015 beantragt werden. Die Zahlung je Betrieb (also für Basisprämie, Umverteilungsprämie und ggf. Junglandwirteprämie zusammen) ist auf 1.250,- € im Jahr begrenzt.
    Teilnehmer an der Kleinerzeugerregelung sind vom Greening und den Cross-Compliance-Auflagen befreit; alle fachrechtlichen Bestimmungen sind selbstverständlich einzuhalten.

Weitere Informationen über Grundlagen, Antragstellung und Berechnung der Direktzahlungen erhalten Sie im Internetauftritt der Europäischen Kommission unter "Stützungsregelungen für Landwirte"  sowie im Internetauftritt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Direktzahlungen .

Wie wird gefördert?

In Hessen erfolgt die Umsetzung der Direktzahlungen („Gemeinsamer Antrag 2015“) durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen in Zusammenarbeit mit den für die Bewilligung der Direktzahlungen zuständigen Landkreisen und dem Regierungspräsidium Darmstadt.

An wen wende ich mich für Beratung und Antragstellung?

Nähere Angaben bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (PDF) .

Rechtliche Grundlagen der Direktzahlungen

EU-Recht

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