Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Landeswettbewerb

Städte sind zum Leben da!

Klimaanpassung – Freiraumgestaltung – Lebensqualität

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Preisverleihung des Landeswettbewerbes „Städte sind zum Leben da“ 2015
Gruppenfoto der Preisverleihung 2015
© Andreas Schlote, Wiesbaden

„Die Innenbereiche unserer Städte und Gemeinden werden durch die Auswirkungen des Klimawandels in besonderer Weise betroffen. Darum sind es gerade diese Bereiche die sich schon heute Gedanken machen sollten, mit welchen Mitteln sich das Leben in der Stadt den klimatischen Änderungen anpassen kann“, sagte Klimaschutz- und Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz im Vorfeld der Preisverleihung. Der im Landeswettbewerb „Städte sind zum Leben da! Klimaanpassung – Freiraumgestaltung – Lebensqualität“ setzt genau an dieser Stelle an. Im Schloss Freudenberg in Wiesbaden hat Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz am 16. Juni 2015 die Preisträger ausgezeichnet. Sie bekamen Geldpreise in Höhe von 15.000 Euro überreicht.

15.000 Euro Preisgelder für 8 Preisträger

Beworben hatten sich insgesamt 65 Teilnehmer (Übersicht der Wettbewerbsbeiträge ). Acht von ihnen erhielten heute im Schloss Freudenberg Urkunden und eine finanzielle Anerkennung für das besondere Engagement zum Thema Freiraum in den Städten.

Die Ministerin zeigte sich beeindruckt von der großen Teilnehmerzahl, der Vielfalt und dem besonderen Engagement der Menschen in Hessen für mehr Grün in den Städten. „Der große Zuspruch auf den der Wettbewerb bei den Kommunen gestoßen ist freut mich sehr. Denn mit jedem Partner der mitmacht, steigt die Motivation für weitere teilzunehmen. Der Wettbewerb dient also auch als Multiplikator für innerstädtische Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung. Wir wollen möglichst viele Akteure für das Thema zu gewinnen“, erläuterte Ministerin Hinz.

„Beispielsweise zeigt das Blühflächenkonzept aus Kassel, dass man auch mit kleinem Budget große Wirkungen erzielen kann“, lobte die Ministerin. Besonders beeindruckt zeigte sich die Ministerin vom Hafengarten in Offenbach. Hier haben engagierte Menschen unterschiedlichster Herkunft einen Wohlfühlort in der Stadt erschaffen. Mörteleimer, gebrauchte Reissäcke oder zugenähte Hosen bieten im Offenbacher Hafengarten Raum für Erdbeeren und Bohnen. „Ein unglaublich engagiertes und beispielhaftes urban gardening Projekt, das dem Stadtteil neue Energie verleiht“, betonte Hinz.

Der Landeswettbewerb „Städte sind zum Leben da! Klimaanpassung – Freiraumgestaltung - Lebensqualität“ wurde im Herbst 2014 gestartet. Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) und die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. (DGGL) haben den Wettbewerb als Kooperationspartner aktiv unterstützt. Gesucht wurden Projekte aus hessischen Städten, die durch vorbildliche Freiraumentwicklung und vorausschauende Klimaanpassung dazu dienen, unsere Lebensqualität zu verbessern. Gefragt waren Kommunen, private Initiativen, Unternehmen, Vereine, Verbände, Genossenschaften, Stiftungen sowie Kooperationspartner zwischen diesen. „Dieser Wettbewerb ist keine Eintagsfliege und kein Schaufensterprojekt. Gute Ideen aus dem Kreis der Teilnehmer werden künftig in unsere Förderprogramme und Initiativen im Bereich der Stadtentwicklung integriert. Auch das betrachte ich als Teil einer nachhaltigen Politik“, betonte Priska Hinz.

„Ganz besonders möchte ich hier nochmals allen Wettbewerbsteilnehmern danken, die gezeigt haben, dass sie die „grüne Visitenkarte“ ihrer Stadt oder Gemeinde gestalten und pflegen. Lassen Sie nicht nach in Ihrem Engagement und geben Sie weiterhin so viele gute Beispiele für uns alle in Hessen. Denn wir alle stehen in der Verantwortung für unsere Freiräume und für unsere städtische Umwelt- und Lebensqualität“, betonte die Ministerin.

Zur Teilnahme am Landeswettbewerb wurden insgesamt 65 Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Die Wettbewerbsbeiträge repräsentieren inhaltlich ein breites Spektrum. Zudem spiegeln die Wettbewerbsbeiträge vielfältige Akteursgruppen wieder. Unter den Einreichern waren neben Kommunen (46%) auch Vereine und Stiftungen (15%), Umwelt- und Naturschutzverbände (9%) sowie Privatpersonen (9%). Beteiligt haben sich darüber hinaus Schulen, Universitäten, Landschaftsplaner, Wohnungsbaugesellschaften und andere Initiativen.

Übersicht Preisträger:

Projekttitel

Einreicher

Ort

Preisgeld

Hafengarten

OPG Offenbacher Projektentwicklungs-gesellschaft mbH

Offenbach

2.000,-- Euro

Grünflächen-umgestaltung Riedstadt

Fachgruppe Umwelt, Stadt Riedstadt

Riedstadt

2.000,-- Euro

Blühflächen-konzept der Stadt Kassel

Umwelt- und Gartenamt, Stadt Kassel

Kassel

2.000,-- Euro

Wetter- und Klimagarten des „Wettermuseums Alte Schule Schreufa e.V.“

Wettermuseum Alte Schule Schreufa e.V.

Frankenberg-Schreufa

2.000,-- Euro

Stadtpark „Alter Friedhof mit Lindentorplatz“

Verein zur Förderung der Altstadt von Bad Wildungen e.V.

Bad Wildungen

2.000,-- Euro

Umgestaltung des
ehemaligen Bahndamms der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn

Stadt Grebenstein

Grebenstein

2.000,-- Euro

Die grünen Lernlandschaften Eugen-Kaiser-Schule – GLEKS

Eugen-Kaiser-Schule

Hanau

2.000,-- Euro

„Des Gärtners erste Pflicht: GIESSEN!"

Künstlergruppe „gärtnerpflichten“, Gießen

Gießen

1.000,-- Euro
Sonderpreis