Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Nachhaltige Stadtentwicklung

Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“

„Grün- und Wasserflächen, begrünte Straßen und Plätze sowie Parks und Gärten sind häufig die attraktivsten Bereiche einer Stadt, in denen sich die Bewohnerinnen und Bewohner am wohlsten fühlen. Von enormer Bedeutung sind diese Flächen aber auch um die bereits heute spürbaren Auswirkungen des Klimawandels abzufedern. Mit dem Programm ‚Zukunft Stadtgrün‘ verknüpfen wir Stadtentwicklung mit Grünentwicklung. Allein in diesem Jahr unterstützen wir hessische Kommunen mit 7,6 Millionen Euro um mehr und qualitativ hochwertigere grüne Infrastruktur zu gestalten“, sagte Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz.

Bereits heute gilt: Ohne Parkanlagen, Grün- und Wasserflächen, Straßen- und Platzbegrünung, Gärten und grüne Dächer sind Städte und Gemeinden grau und unattraktiv. Stadtgrün macht Quartiere lebenswert. Es ist wichtig für die Gesundheit und Erholung von Jung und Alt und fördert die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Heimat. Auch schafft Stadtgrün mit Blick auf den Tourismus und die Aufwertung des Wohnumfeldes nachhaltige Werte und kann dazu beitragen, Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf umweltgerecht zu stärken.

Die grüne Infrastruktur ist ein wichtiger Baustein für die Bewältigung zentraler Herausforderungen wie:

  • der Anpassung an den Klimawandel
  • dem Erhalt der biologischen Vielfalt
  • der Sozialen Integration und der Sicherung des Sozialen Friedens
  • dem Erhalt der Stadt als lebenswerter Heimat unter dem Druck einer verstärkten Innenentwicklung
  • dem gestiegenen zivilgesellschaftlichen Interesse an Stadtgrün

Stadtgrün ist ein Zukunftsthema!

Vor diesem Hintergrund legen Bund und Länder in diesem Jahr erstmals das Städtebauförderungsprogramm „Zukunft Stadtgrün“ auf. In diesem Programm soll die Stadt und Quartiersentwicklung vom Grün her gedacht werden. Das Programm soll sich in Hessen – soweit möglich – auf Gesamtmaßnahmen konzentrieren, die modellhafte Lösungen zu den vorgenannten Herausforderungen entwickeln und deren Ansätze auf andere Kommunen übertragen werden können.

Inhaltliche Schwerpunkte des Förderprogramms sind insbesondere:

  • die Herstellung, Weiterentwicklung oder Qualifizierung von Grünflächen und begrünten Freiflächen
  • die Grünvernetzung und Umweltgerechtigkeit
  • der Erhalt der biologischen Vielfalt
  • die Begrünung von Bauwerken / grauer Infrastruktur
  • die Einbindung und Nutzung urbaner Gärten / die Umweltbildung

 


Antragsstellung

In diesem Jahr wird das Förderprogramm "Zukunft Stadtgrün" neu aufgelegt. Bewerbungen können Sie bis zum 18. August 2017 an die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen richten.

Antragsberechtigt sind ausschließlich hessische Städte und Gemeinden. Die Förderung kann beantragt werden für Orte mit über 6.000 Einwohnern sowie für Orte mit 2.000 bis 6.000 Einwohnern, die nicht dem Anwendungsbereich der Dorfentwicklung zugeordnet sind. Die angegebene Einwohnerzahl bezieht sich nicht auf die Einwohner der Gesamtgemeinde. Maßgeblich ist die Einwohnerzahl des zusammenhängenden Siedlungsbereichs (Ort) innerhalb einer Stadt oder Gemeinde, in dem das vorgesehene Fördergebiet verortet ist. Auch interkommunale Anträge sind möglich.

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema?

 

Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Referat Städtebau und Städtebauförderung

Henning Schwarting
Tel.: +49 (0)611 / 815 - 1808
E-Mail: henning.schwarting@umwelt.hessen.de

Dr. Helga Jäger (Referatsleitung)
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E-Mail: helga.jaeger@umwelt.hessen.de

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