Hessische Klimaschutzpolitik

Treibhausgas-Emissionen

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Rauchende Schornsteine
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Treibhausgasbilanz 2017

Die hessische Treibhausgasbilanz dokumentiert die Entwicklung der klimarelevanten Emissionen im Land Hessen. Sie wird erstellt durch das Hessische Statistische Landesamt (HSL) im Auftrag des Hessischen Umweltministeriums und umfasst die Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan und Lachgas, die den bedeutendsten Anteil der gesamten Treibhausgasemissionen darstellen. In Deutschland sind diese drei Gase für rund 98,3 % der klimawirksamen Emissionen verantwortlich, in Hessen ist von einem ähnlich hohen Emissionsanteil auszugehen.

Aktuell liegen die Emissionsdaten für das Jahr 2017 vor.

Die wichtigsten Ergebnisse für 2017 sind:

In Hessen wurden 40,8 Millionen t CO2-Äquivalente emittiert. Auf das Treibhausgas Kohlendioxid entfielen davon 37,1 Millionen t CO2.

  • Hierbei machte Kohlendioxid 91,0 % des erfassten Emissionsgeschehens aus, auf Methan entfielen 5,3 % und auf Lachgas 3,7 % der CO2-Äquivalente.
  • Die Emissionen der Treibhausgase gingen insgesamt seit 1990 um rund 19,8 % zurück: Der Rückgang betrug bei Kohlendioxid 14,9 %, bei Methan 61,8 % und bei Lachgas 4,0 %.
  • Die Treibhausgasemissionen im Jahr 2017 haben sich gegenüber dem Vorjahr von 41,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente um 628.000 t CO2-Äquivalente auf 40,8 Millionen t CO2-Äquivalente verringert.

Um die Emissionen weiter zu reduzieren und die Klimaschutzziele des Landes zu erreichen, hat die Landesregierung im März 2017 den Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025 beschlossen. Dieser enthält unter vielen anderen auch Maßnahmen, um den Kohleausstieg auf Bundesebene zu unterstützen und das Thema Brennstoffwechsel mit Kraftwerksbetreibern zu erörtern.

Sektorale Emissionen in 2017

Unterteilt nach Sektoren, entfiel 2017 der größte Anteil der energiebedingten CO2-Emissionen in Hessen mit 40,2 % auf den Verkehr. Den zweitgrößten Anteil hat kurz dahinter der Sektor Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistung mit 31,8 %. An dritter und vierter Stelle stehen mit 19,7 % die Energieerzeugung/-umwandlung und zuletzt die Industrie, 8,3 %.

Zum Vergleich: 1990 lag der Anteil der Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistung noch bei 35,9%, erst danach folgte der Verkehr mit 33,7%. Zuletzt entfielen 1990 16,1% auf die Energieerzeugung/-umwandlung und 14,2% auf die Industrie.

Die Reduktion der Emissionen im Verkehrssektor ist eine Herausforderung, der Hessen auch mit dem Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025 begegnen möchte. Der Ausbau des ÖPNV und die Förderung des Rad- und Fußverkehrs sollen zu einer Senkung der Emissionen im Verkehrssektor beitragen.

Methodik

Allgemein betrachtet gibt es zwei Möglichkeiten der Berichterstattung: Quellenbilanz und Verursacherbilanz. Hessen verwendet die Quellenbilanz, wie es auch der Berichterstattung des Kyoto-Protokolls entspricht.

Bei der Quellenbilanz werden diejenigen Bereiche berücksichtigt, in denen ein Umwandlungseinsatz oder Energieverbrauch stattfindet. Dies geschieht z.B. bei der Energieerzeugung/ -umwandlung, in der Industrie, im Verkehr, in Haushalten, im Gewerbe oder im Handel. Nicht mit einbezogen werden jedoch Emissionen, die bei der Erzeugung von Strom in anderen Bundesländern oder im Ausland entstehen und welcher anschließend nach Hessen importiert wird.

Die Methodik ist abgestimmt unter den Ländern und mit der Bilanzierung auf Bundesebene und somit methodisch auf dem Stand der Forschung.

Die zweite Variante der Berichterstattung ist die Verursacherbilanz. Hier werden die Emissionen auf den Endenergieverbrauch eines Landes bezogen. Emissionen, die bei der Umwandlung entstehen, werden dann den verursachenden Endverbrauchersektoren zugeordnet. Die Verursacherbilanz wird zur Information in der Treibhausgasbilanz Hessens ebenfalls ausgewiesen.

 

 

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