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Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen

Förderprogramme Wohnungsbau

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Außenansicht eines Wohngebäudes
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Zur Förderung des Wohnungsbaus stehen in Hessen eine Reihe von Förderprogrammen zur Verfügung, mit deren Abwicklung die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen beauftragt wurde. Insgesamt stellt die Landesregierung bis 2019 eine Milliarde EURO zur Wohnraumförderung zur Verfügung. So können 10.000 neue Wohnungen gefördert werden.
Gefördert wird 

  • die Bildung von Wohneigentum durch Neubau ( Richtlinie ) oder Erwerb von Gebrauchtimmobilien ( Richtlinie )
  • der Neubau von Mietwohnungen - normal ( Richtlinie ) oder für mittlere Einkommen ( Richtlinie )
  • die Modernisierung von Mietwohnungen ( Richtlinie )
  • die Beseitigung baulicher Hindernisse in Wohnungen ( Richtlinien )
  • der Bau von Studentenwohnungen (Richtlinie und Anlage )
  • der Erwerb von Belegungsrechten zum Verbleib in oder Neuerwerb der Sozialbindung (Richtlinie )

Wohnraumförderung mit KIP (Kommunalinvestitionsprogramm)

Das Kommunalinvestitionsprogramm – Programmteil Wohnraum dient der Schaffung und Modernisierung von bezahlbarem und zur dauerhaften Fremdvermietung geeignetem Wohnraum für Haushalte mit geringen Einkommen. Der Wohnraum kann auch zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Im Rahmen des KIP stehen zusätzlich 230 Millionen Euro zur Verfügung.

Was wird gefördert?

Die Förderung kann für den Bau neuer Wohnungen, die Modernisierung von Mietwohnungen, die Herrichtung von Wohn- und Nichtwohngebäuden zur dauerhaften Nutzung als Wohnraum und den Erwerb von Nichtwohngebäuden durch Kommunen mit dem Ziel der dauerhaften Nutzung als Wohnraum beantragt werden. Darlehen werden nur bereitgestellt, wenn mindestens vier Wohneinheiten betroffen sind bzw. geschaffen werden. Die Mitfinanzierung von Flüchtlingserstunterkünften und Wohncontainern ist nicht möglich.

Wer wird gefördert?

Das Programm richtet sich an Kommunen oder an „kommunalersetzende Maßnahmenträger“, also insbesondere Wohnungsunternehmen.

Wie wird gefördert?

Die WIBank gewährt vom Land Hessen verbürgte Ratentilgungsdarlehen mit bis zu 30 Jahren Laufzeit und einer Zinsfestschreibung von 15 Jahren. Das Land Hessen übernimmt für die erste Zinsfestschreibung von 15 Jahren die Zinsen in voller Höhe. Dafür unterliegen die geförderten Wohnungen einer 15-jährigen Mietpreis- und Belegungsbindung.

Beim Neubau von Wohnraum ist die Darlehenshöhe von den Baukosten unabhängig pauschaliert. Sie liegt in Abhängigkeit vom Grundstückspreis je m² zwischen 1.300 Euro und 2.000 Euro je m² angemessener Wohnfläche. Die Wohnfläche ist nach der Wohnflächenverordnung zu berechnen. Für rollstuhlgerechte oder barrierefreie Wohnungen sowie Baumaßnahmen mit Passivhausstandard können Zuschläge gewährt werden.

Bei Maßnahmen im vorhandenen Gebäudebestand ist das Gesamtdarlehen auf höchstens 85 Prozent der berücksichtigungsfähigen Kosten begrenzt. Die Bauherrschaft hat eine angemessene Eigenleistung von mindestens 15 Prozent der Gesamtkosten zu erbringen. Handelt es sich bei der Bauherrschaft um eine Kommune, können bis zu 100 Prozent der berücksichtigungsfähigen Kosten gefördert und auf die Eigenleistung kann verzichtet werden.

Bauvorhaben, die gefördert werden sollen, sind mit einer verbindlichen Erklärung über

  • die beabsichtigte Miethöhe je m² Wohnfläche 
  • sowie einer Bestätigung der Gemeinde über den örtlichen Bedarf an Wohnraum sowie die vorgesehenen Einstiegsmiete

über die zuständige Wohnraumförderungsstelle beim Land Hessen anzumelden. Um eine zügige Umsetzung von Maßnahmen zu ermöglichen und gleichzeitig Mittel für Maßnahmen bereit zu halten, die noch nicht konkret benannt werden können, werden die Darlehen in mehreren Tranchen bereit gestellt.

Mit dem Vorhaben muss nach dem 01.07.2015 und bis zum 31.12.2018 begonnen werden.  

Nach Bestätigung über die Mittelreservierung hat die Bauherrschaft unverzüglich einen förmlichen Antrag mit allen erforderlichen Unterlagen bei der zuständigen Wohnraumförderungsstelle einzureichen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, leitet diese den vollständigen Antrag an die WIBank weiter.

An wen wende ich mich?

Alle Informationen dazu finden Sie auf den Internetseiten der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (Wibank) über den Link unten.