Blick in die Baumkrone

Staatswald

Auf über 340.000 Hektar Fläche findet in Hessens Staatswald eine nachhaltige Waldbewirtschaftung statt. Der Landesbetrieb HessenForst bewirtschaftet diese Fläche sowie rund 350.000 Hektar Körperschafts-, Gemeinschafts- und sonstige Privatwälder. Dies geschieht durch eine nachhaltige Forstwirtschaft.

Der Staatswald umfasst  rund 344.150 Hektar (Betriebsfläche Stand 01.01.2018). Davon sind rund 341.516 Hektar landeseigener Wald im Sinne des Hessischen Waldgesetzes (Nachhaltigkeitsbericht Hessen-Forst 2016). Hierin enthalten sind auch die Flächen des Nationalparks Kellerwald-Edersee. HessenForst verwaltet daneben auch landwirtschaftlichen Grundbesitz. Dies geschieht durch eine nachhaltige Forstwirtschaft.

Der Staatswald umfasst rund 341.516 Hektar landeseigenen Wald im Sinne des Hessischen Waldgesetzes (Nachhaltigkeitsbericht Hessen-Forst 2018). Hierin enthalten sind auch die Flächen des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Hessen-Forst verwaltet daneben auch landwirtschaftlichen Grundbesitz, andere Flächen, die nicht Wald sind (z.B. Naturschutzflächen, Unland, Gewässer) und einen umfangreichen Gebäudebestand. Der Staatswald in Hessen ist gekennzeichnet durch in den letzten Jahrzehnten gestiegene Laubholzanteile, eine deutliche Zunahme der Baumartenvielfalt und ein durchschnittlich hohes Baumalter. Heute wachsen auf circa 56 Prozent der Staatswaldfläche Laubbäume. Der Staatswald erfüllt auf insgesamt 160.000 Hektar Fläche und damit auf der Hälfte der Baumbestandsfläche besondere Naturschutzfunktionen.

Baumarten Ist 2016 Ziel 2050
Eiche 12% 13%
Buche 35% 37%
andere Laubbäume hoher Lebensdauer 4% 6%
andere Laubbäume niedriger Lebensdauer 3% 2%
Laubbäume 54% 58%
Fichte, Tanne 23% 23%
Douglasie 4% 8%
Lärche 6% 6%
Kiefer, Strobe 13% 5%
Nadelbäume 46% 42%

Gesamt

100%

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Landesbetrieb HessenForst

Der Landesbetrieb HessenForst Öffnet sich in einem neuen Fensterbewirtschaftet die Flächen des hessischen Staatswaldes sowie rund 350.000 Hektar Körperschafts-, Gemeinschafts- und sonstige Privatwälder und berät deren Eigentümerinnen und Eigentümer. Der Landesbetrieb mit der Landesbetriebszentrale in Kassel und seinen 441 Revierförstereien in 41 Forstämtern ist hessenweit präsent. Dienststellenübergreifend wird der Landesbetrieb von HessenForst Technik und der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt unterstützt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die nachhaltige Waldpflege und damit um die Erhaltung der Wälder als unverzichtbare Lebensgrundlage aller Menschen. Eine Aufgabe, zu deren Erfüllung umfangreiches Wissen, aber auch erhebliche finanzielle Mittel erforderlich sind, die der Landesbetriebaus aus einer ökonomischen und ökologischen Bewirtschaftung des Waldes schöpft. Dies geschieht durch eine nachhaltige Forstwirtschaft.

Die Aufgaben des Landesbetriebs HessenForst sind in § 27 HWaldG geregelt. Der Landesbetrieb HessenForst nimmt die Rechte und Pflichten des Landes als Waldeigentümer wahr, erbringt forstbetriebliche und -technische Dienstleistungen für den Körperschafts- und Privatwald, beteiligt sich an der forstwissenschaftlichen Forschung und nimmt am wissenschaftlichen Austausch teil, betreibt Waldpädagogik und unterstützt die Forstbehörden, damit diese ihre Aufgaben wahrnehmen können.

Dem Landesbetrieb sind insbesondere folgende Aufgaben übertragen:

  1. die Bewirtschaftung des Staatswaldes und der ihm übertragenen Liegenschaften des Landes nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen und unter Wahrung der besonderen Gemeinwohlverpflichtung,
  2. die forsttechnische Leitung und der forsttechnische Betrieb für den Körperschaftswald nach Maßgabe des § 19 HWaldG
  3. die allgemeine und besondere Förderung der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer nach Maßgabe des § 22 HWaldG Abs. 1,
  4. die Mitwirkung bei der finanziellen Förderung des Körperschafts- und Privatwaldes nach Europa-, Bundes und Landesrecht,
  5. die Erstellung der Betriebspläne für den Staatswald und den staatlich betreuten Körperschaftswald oder im Privatwald aufgrund vertraglicher Vereinbarung,
  6. die Vornahme von waldökologischen, waldwachstums- und standortkundlichen Untersuchungen, sowie von Waldschutzuntersuchungen und -beratungen, die Erhaltung forstlicher Genressourcen, die forstliche Landespflege und Umweltkontrolle sowie die Erstellung forstfachlicher Gutachten,
  7. die fachliche Aus-, Fort- und Weiterbildung, Waldpädagogik, Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung sowie die Tätigkeiten, die der Schutz- und Erholungsfunktion dienen,
  8. die Verwaltung des forstfiskalischen Vermögens,
  9. die Erhebung, Verwaltung und Vernetzung von Naturschutzdaten und die Wahrnehmung von Aufgaben als Fachdienststelle des Naturschutzes,
  10. die Einrichtung, Organisation und der Betrieb der Forstämter und der Revierförstereien in den staatlichen Forstamtsbezirken sowie des Nationalparkamtes.

Landesforstverwaltung

Oberste Forstbehörde ist das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Obere Forstbehörde sind die Regierungspräsidien. Die Aufgaben der Unteren Forstbehörden werden von den ForstämternÖffnet sich in einem neuen Fenster und in den Bereichen Waldrodung, Aufforstung und Wald beanspruchenden Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Landräten/Oberbürgermeistern wahrgenommen.

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