Ministernz Hinz steht gemeinsam mit Mitarbeiter*innen des Feldflurprojekt zum Schutz von Rebhühnern vor dem Feld.

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Umweltministerin Priska Hinz eröffnet neues Feldflurprojekt zum Schutz von Rebhühnern in Eiterfeld

Hinz: „Wir wollen Rebhühnern langfristig ein zu Hause in Hessen bieten.“

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„Ich freue mich, heute den Startschuss geben zu können für ein neues Feldflurprojekt zum Schutz der Rebhühner im Landkreis Fulda. Mit 50.000 Euro jährlich unterstützen wir eine weitere Personalstelle, die Projektorganisation und Maßnahmenplanung. Damit leistet das Land Hessen mit allen Beteiligten vor Ort einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt auf dem Feld,“ erläutert Umweltministerin Priska Hinz im Rahmen ihrer Sommertour. Die Sommertour der Ministerin steht in diesem Jahr unter dem Schwerpunkt „Landwirtschaft und Naturschutz“.

„Äcker und Feldflure sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Die Lebensbedingungen für die heimischen Arten haben sich jedoch in den letzten Jahrzehnten deutlich verschlechtert. Einst weit verbreitete Arten wie das Rebhuhn oder der Feldhamster sind extrem selten geworden und vom Aussterben bedroht. Es ist unsere Aufgabe und Verantwortung, diese Entwicklung umzukehren und die Lebensräume auf dem Feld zu schützen“, so die Ministerin weiter.

Bereits seit 2018 fördert das Hessische Umweltministerium den Artenschutz auf dem Feld und Acker mit sogenannten Feldflurprojekten. Mit Fulda sind es nun insgesamt neun Projekte in ganz Hessen. Naturschutzorganisationen, Landwirtinnen und Landwirte, Jägerschaft, Kommunen und Behörden arbeiten dabei eng zusammen und entwickeln Maßnahmen für den Artenschutz. Dazu gehört z.B. die Anlage von Blüh- und Ackerrandstreifen, die die Tiere auf dem Feld mit Nahrung und Verstecken versorgen.

Das Feldflurprojekt Fulda

Der Landkreis ist bereits mit ersten Maßnahmen seit 2020 aktiv und untersucht die aktuelle Population der Rebhühner im Rahmen eines Monitorings. Das Rebhuhn steht im Feldflurprojekt Fulda zunächst im Mittelpunkt. Gleichzeitig profitieren viele andere Arten von den Schutzmaßnahmen: Wenn es dem Rebhuhn gut geht, dann geht es auch der Feldlerche, dem Feldhasen und zahlreiche Insekten gut, da sie die gleichen Lebensbedingungen brauchen.

2.700 Hektar sind für die Schutzmaßnahmen vorgesehen. Dazu gehören Blühstreifen, Brachen und eine Winterbegrünung auf den Feldern genauso wie der Verzicht auf Pflanzenschutzmitteln.

Mit der Projektfinanzierung durch das Land Hessen wurde eine weitere Stelle geschaffen im Fachdienst für Natur und Landschaft des Landkreises. Mit dieser zusätzlichen Personalverstärkung können nun die Ideen der Landwirtinnen und Landwirte sowie der Jägerinnen und Jäger besser geplant, koordiniert und naturschutzfachlich umgesetzt werden. Weitere Menschen aus den Bereichen Naturschutz, Landwirtschaft, Jagd und den Kommunen sind zum Mitmachen eingeladen.

Hintergrund Feldflurprojekte und Finanzierung:

Für die Organisation, den Personaleinsatz und die Planung von Maßnahmen in den Feldflurprojekten stellt das Hessische Umweltministeriums jährlich rund 500.000 Euro zur Verfügung. Die ersten fünf Feldflurprojekte in den Regionen Wiesbaden, Main-Kinzig, Wetterau, Limburg und bei Bad Zwesten gingen 2018 an den Start. 2019 folgten weitere Projekte bei Gießen, Groß-Gerau und im Hochtaunuskreis. Mit Fulda geht ein weiteres Feldflurprojekt an den Start, dass im Rahmen der Sommertour der Hessischen Umweltministerin heute offiziell eröffnet wird.

Neben der Förderung von Feldflurprojekten stellt das Hessische Umweltministerium jährlich 30 Millionen Euro für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen im Rahmen des hessischen Agrarumweltprogramms HALM zur Verfügung. Damit werden verschiedene Maßnahmen wie die Anlage von Blühstreifen, Ackerrandstreifen oder Ackerwildkrautflächen gefördert. Weitere 30 Millionen Euro jährlich stehen für den Ökolandbau zur Verfügung, der mit seiner nachhaltigen Landwirtschaft ebenfalls einen wichtigen Beitrag leistet für den Erhalt der Artenvielfalt.

Mit der Informationskampagne „Feldliebe“ klärt das Hessische Ministerium außerdem über den Artenschutz im Bereich der Feldflur auf, regt zum Mitmachen an und informiert über die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die zu unserer Kulturlandschaft dazu gehören. Bürgerinnen und Bürger können sich im Rahmen von Patenschaften engagieren oder bei Feldhamsterkartierungen mitmachen, die über die HGON angeboten werden.

Weitere Informationen zu den Feldflurprojekten und zur Informationskampagne Feldliebe: www.feldliebe.hessen.deÖffnet sich in einem neuen Fenster

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