Weinberg

Weinbau

Der Rheingau und die Hessische Bergstraße sind zwei von insgesamt 13 weinrechtlich bestimmten Anbaugebieten, die in Hessen liegen. Das Land Hessen unterstütz die Winzerinnen und Winzer bei der Produktion hochwertiger Weine und dem Erhalt der Kulturlandschaft mit Beratung und verschiedenen Fördermöglichkeiten.

Weinanbaugebiete in Hessen

Im Rheingau gibt es rund 3.616 Hektar bestockte Rebfläche. Die Hessische Bergstraße ist mit knapp 450 Hektar bestockter Rebfläche das kleinste der 13 deutschen Weinbaugebiete. Nach Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern liegt Hessen bundesweit auf dem vierten Platz der weinproduzierenden Bundesländer. Im Rheingau dominieren Riesling und Spätburgunder mit zusammen über 91 Prozent. An der Bergstraße sind zusätzlich Ruländer, Müller-Thurgau und Grüner Silvaner von Bedeutung.

Einzigartige Kulturlandschaften erhalten

Der Weinbau in Hessen wird fast ausschließlich an Standorten betrieben, die durch keine andere landwirtschaftliche Kultur genutzt werden können. Hang-, Steil- und Terrassenlagen prägen die Landschaft seit Jahrhunderten. Ziel der Hessischen Landesregierung ist es, die möglichst Bewirtschaftung der Steillagen nachhaltig zu sichern.

Förderungen

Was wird gefördert?

  • Verbesserung der Bewirtschaftungstechnik
  • Sortenumstellung
  • Umstellung von Steillagenflächen auf Querterrassiserung
  • Errichtung oder Wiederherstellung von Weinbergsmauern
  • Verbesserung der Bewirtschaftungstechnik von Rebflächen in Steillagen
  • Installation von Bewässerungsanlagen

Wer wird gefördert?

Bewirtschafter von Rebflächen, die in der Weinbaukartei des Landes Hessen erfasst sind.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendung wird als Zuschuss gewährt. Die Höhe der Fördersätze ist gestaffelt nach Einzelmaßnahmen und Hangneigung der Rebflächen. Details und Beihilfehöhe finden Sie in nebenstehendem Download.

Was wird gefördert?

  • Investitionen in technische Anlagen und Geräte in der Kellerwirtschaft
  • Maßnahmen zur Schaffung oder Modernisierung von Vermarktungseinrichtungen (ohne bauliche Investitionen)

Wer wird gefördert?

Weinbaubetriebe, Zusammenschlüsse von Weinbaubetrieben, Erzeugergemeinschaften und -zusammenschlüsse sowie Kellereien mit Betriebssitz Hessen.

Wie wird gefördert?

Der Zuschuss kann bis zu 25 Prozentdes förderfähigen Investitionsvolumens betragen. Das Mindestinvestitionsvolumen je Antrag beträgt 10.000 Euro.

Was wird gefördert?

Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen für hessische Weine auf Drittlandsmärkten (d.h. außerhalb der Europäischen Union ), z.B.

  • Markt- und Potenzialstudien
  • Öffentlichkeitsarbeit und Imagekampagnen
  • Absatzförderungs- und Werbemaßnahmen
  • Teilnahme an bedeutenden internationalen Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen
  • Schulungen für Vertriebspersonal, Journalisten und Fachpublikum etc. aus Drittlandsmärkten
  • Studien zur Bewertung der Ergebnisse von Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen

Wer wird gefördert?

Einzelbetriebe, Zusammenschlüsse von Betrieben und Organisationen der Weinwirtschaft oder vergleichbare Einrichtungen mit Sitz in Hessen.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendung wird als Projektförderung im Wege eines Zuschusses gewährt. Der Höchstbetrag der Förderung beträgt bis zu 40 Prozentder zuschussfähigen Ausgaben, die mindestens 3.000 Euroje Antrag betragen müssen.

Die Projektförderung ist bei Einzelbetrieben und deren Zusammenschlüssen grundsätzlich auf 10.000 Euround bei Organisationen der Weinwirtschaft sowie vergleichbaren Einrichtungen auf 20.000 Euroje Unternehmen und Jahr begrenzt.

Was wird gefördert?

Der Einsatz von Pheromonen zur Traubenwicklerbekämpfung auf Rebfächen, die innerhalb der abgegrenzten hessischen Weinbaubaugebiete liegen.

Wer wird gefördert?

Weinbaubetriebe oder deren Zusammenschlüssen zur gemeinschaftlichenAnwendung des biologischen Pflanzenschutzes (Pheromongemeinschaften) mit Rebflächen in Hessen.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendung je ha und Jahr beträgt 110 Euro.

Was wird gefördert?

Rebflächen in Steillagen innerhalb der abgegrenzten hessischen Weinbaugebiete.

Wer wird gefördert?

Weinbaubetriebe, die eigene oder gepachtete Rebflächen in Hessen bewirtschaften.

Wie wird gefördert?

Die Beihilfe je Hektar und Jahr beträgt in Abhängigkeit von der Hangneigung.

  • Hangneigung >30% bis <40% (nicht flurbereinigte Flächen) = 1.500 Euro Beihilfe
  • Hangneigung 40% bis <45% = 1.900 Euro Beihilfe
  • Hangneigung >= 45% = 2.300 Euro Beihilfe

Staatsdomänen & Weingüter

Das Land Hessen verfügt über rund fünfzig Staatsdomänen und Pachtobjekte mit einer Gesamtfläche von rund 7.800 Hektar. Weitere rund 6.200 Hektar sind domänenfiskalische Einzelgrundstücke (Streubesitz), die überwiegend an landwirtschaftliche Betriebe zu deren Existenzfestigung verpachtet werden.

Durch standortgerechte und umweltschonende Wirtschaftsweise sowie die Übernahme von Sonderaufgaben in Acker- und Pflanzenbau, in der Tierzucht sowie im Umweltbereich fördern Domänen die Belange der Landwirtschaft. Die Verwaltungsaufgaben für das domänenfiskalische Grundvermögen werden seit 2003 von der Hessischen Landgesellschaft mbH (HLG)Öffnet sich in einem neuen Fenster in Kassel wahrgenommen.

Die Geschichte der Hessischen Staatsweingüter ist eng mit der des Klosters EberbachsÖffnet sich in einem neuen Fenster verbunden. Unter dem Namen "Verwaltung der Staatsweingüter Kloster Eberbach" bewirtschaftete diese bis Ende der Neunzigerjahre mehrere Weingüter, Kellereien und das ehemalige Kloster Eberbach. Im Zuge einer Reformmaßnahme wurde das Kloster Eberbach aus den Staatsweingütern ausgegliedert. Staatsweingüter und Kloster werden seit 1998 in getrennten Rechtsformen bewirtschaftet.

Die Hessischen Staatsweingüter, die im Alleineigentum des Landes stehen und seit 2003 in der Rechtsform einer GmbH bewirtschaftet werden, sind mit rund 200 Hektar Rebfläche das größte deutsche Weingut mit einer fast 900-jährigen Weinbautradition im Rheingau.

Nach der Ausgliederung aus den Hessischen Staatsweingütern wird das Kloster Eberbach seit 1998 in der Rechtsform einer Stiftung des öffentlichen Rechts geführt. Mit der Errichtung der Stiftung Kloster Eberbach im Jahr 1998 wurde dem besonderen Charakter dieser eindrucksvollen Bauten Rechnung getragen. In der Stiftungsverfassung ist festgelegt, dass die Stiftung das Bau- und Kulturdenkmal Kloster Eberbach durch eine maßvolle und schonende Nutzung auf Dauer zu erhalten sowie dessen historische Weinbautradition zu bewahren hat.

Zur Sicherung und Sanierung der eindrucksvollen Bautendes 12. und 14.Jahrhunderts stellt das Land Hessen seit 1986 Mittel aus dem Landeshaushalt zur Verfügung. Die Generalsanierung wird noch mehrere Jahre dauern. Nach derzeitigem Stand betragen die Gesamtinvestitionen hierfür rund 130 Millionen Euro.

Weinprobe

Landeswein- und -sektprämierung

Anmeldeformulare und Informationen sind erhältlich beim Regierungspräsidium Darmstadt – Dezernat Weinbau, EltvilleÖffnet sich in einem neuen Fenster

Ehrenplakette

Für die besten Leistungen bei den Landeswein-und -sektprämierungen wird eine Ehrenplakette im Anbaugebiet hessische Bergstraße verliehen. Um die Ehrenplakette zu erhalten, müssen vom Betrieb bestimmte Mindestmengen in Abhängigkeit von der Betriebsgröße angestellt worden sein. Des Weiteren müssen sich die von ihm angestellten Weine aus mindestens 50 % Qualitätswein bis Spätlese und maximal 50 % Auslese bis Eiswein zusammensetzen. Für die Ermittlung der Ehrenplakette wird der Betriebsdurchschnitt herangezogen.

Für eine Ehrenplakette im Rheingau werden zunächst Bewerbergruppen nach Größe der bestockten Rebfläche gebildet (bis 5 ha, über 5 bis 10 ha, über 10 bis18 ha, über 18 bis 35 ha und mehr als 35 ha). Voraussetzung, dass überhaupt eine Ehrenplakette vergeben wird, ist, dass in jeder Gruppe mindestens 50 Weine vorgestellt und bewertet werden. Für die Ermittlung der Ehrenplaketten wird ein mathematisches Modell herangezogen, in dem mehrere Kriterien berücksichtigt werden.

Preismünzen

Preismünzen werden für die Kategorien Q.b.A. Kabinett, Spätlese und Sekt b.A. in den Klassen Gold, Silber und Bronze nach dem 100-Punkte-Schema verliehen. Für die Kategorien Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein entfällt die Preismünze in Bronze.

Weine, die mit einer Preismünze in Gold ausgezeichnet wurden, können im Anbaugebiet Rheingau zusätzlich am Wettbewerb „Landessieger“ teilnehmen.

Preisträgerverzeichnis 2020Öffnet sich in einem neuen Fenster

Preisträgerverzeichnis 2019 Öffnet sich in einem neuen Fenster

Preisträgerverzeichnis 2018 Öffnet sich in einem neuen Fenster

Preisträgerverzeichnis 2017 Öffnet sich in einem neuen Fenster

Preisträgerverzeichnis 2016 Öffnet sich in einem neuen Fenster

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