Landwirtschaftsministerin Priska Hinz besucht auf ihrer Sommertour die Schäferei Pieper in Diemelstadt

Hessische Landwirtschaft

Eine nachhaltige Landwirtschaft, die Klima, Böden und Gewässer schont und die Artenvielfalt auf den Feldern erhält - das ist das Ziel der hessischen Agrarpolitik. Dafür brauchen Landwirtinnen und Landwirte eine langfristige Perspektiven und Einkommenssicherheit. Auch in Zukunft sollen die Menschen in Hessen von hochwertigen und regionalen Lebensmitteln profitieren.

Wir wollen gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern eine zukunftsfähige Landwirtschaft erhalten. Wir wollen die hessische Landwirtschaft so unterstützen, dass sie die wachsenden Anforderungen des Umwelt-, Klima- und Tierschutzes erfüllen kann. Wichtig ist auch eine angemessene Bezahlung der Produkte.
Priska Hinz, Hessische Landwirtschaftsministerin

Hessens Landwirtschaft ist nachhaltig

Das Land Hessen fördert eine nachhaltige Landwirtschaft, die das Klima schützt, Böden und Gewässer schont und die Artenvielfalt erhält. Rund 16 Prozent der Anbaufläche sind schon auf Öko-Landbau umgestellt. Hessen ist außerdem das erstes Ökomodell-Land in ganz Deutschland. Die Landwirtschaft ist gleichzeitig von der Klimakrise stark betroffen und die Anforderungen an eine klima- und umweltgerechte Bewirtschaftung steigen. Planungs- und Einkommenssicherheit sind für die Landwirtinnen und Landwirte wichtiger denn je.

Die Hessische Landesregierung hat für die neue Legislaturperiode ein Maßnahmenpaket vereinbart, mit dem zusätzliche freiwillige Gemeinwohlleistungen vergütet werden. Die Honorierung erfolgt nicht aus der Umverteilung landwirtschaftlicher EU-Fördergelder, sondern durch die Bereitstellung zusätzlicher Landesmittel. Für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen stellt das Land 30 Millionen Euro im Rahmend es hessischen Agrarumweltprogramms HALM zur Verfügung. Weitere 30 Millionen Euro jährlich stehen für den Ausbau des Ökolandbaus bereit.

 

Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union

Neben Finanzmitteln von Bund und Land sind die EU-Gelder der GAP eine wesentlicher Baustein für die finanzielle Unterstützung der Landwirtinnen und Landwirte in Hessen. Die Zukunft und Ausgestaltung der GAP für die Jahre 2023 bis 2027 wird aktuell auf EU-Ebene neu verhandelt. Die InformationswebseiteÖffnet sich in einem neuen Fenster der Europäischen Kommission hält aktuelle Informationen bereit.

Wir wollen bei der GAP ambitionierte Standards erreichen. Die Anstrengungen für den Umwelt- und Klimaschutz müssen deutlich ausgeweitet werden, damit wir die Lebensgrundlage für kommende Generationen erhalten. Umwelt- und Klimaschutzleistungen müssen dabei entsprechend honoriert werden.
Priska Hinz, Hessische Landwirtschaftsministerin

Cross Compliance

Die Cross-Compliance (CC) - Bindung der EU-Agrarzahlungen an Verpflichtungen wie Umwelt- und Klimaschutz, guter landwirtschaftlicher Zustand der Flächen, Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze sowie Tierschutz ist ein wichtiges Werkzeug zur Integration von Umwelt- und Tierschutzanforderungen in die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP).

Dadurch wird gewährleistet, dass die finanzielle Unterstützung zum Ausbau einer nachhaltigen, umweltschonenden Landwirtschaft beiträgt. Die Einhaltung der Verpflichtungen wird von zuständigen Fachrechtsbehörden stichprobenweise überprüft.Direktzahlungsempfänger sind verpflichtet, sich über eintretende Rechtsänderungen und damit verbundene Änderungen der Cross Compliance-Verpflichtungen zu informieren.

Cross Compliance-Beratung

Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) stellt in seinem Internetangebot allen interessierten Betrieben eine Eigenkontrollcheckliste Öffnet sich in einem neuen Fenster zur Verfügung. Sie ermöglicht zu überprüfen, ob die eigene Produktionstechnik den Cross Compliance-Anforderungen entspricht. Damit erhalten landwirtschaftliche Betriebe eine verständliche und praktisch umsetzbare Arbeitshilfe und können sich auf Kontrollen vorbereiten.

AKTUELL: Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes

Aktuelle Informationen nach Inkrafttreten des § 38a des Wasserhaushaltsgesetzes: Seit dem 30. Juni 2020 ist diese neue Regelung im Rahmen der Cross Compliance-Vorschriften zu beachten. Der § 38a betrifft landwirtschaftlich genutzte Flächen mit durchschnittlicher Hangneigung von mindestens fünf Prozent im Abstand von 20 Metern zu Gewässern und schreibt für diese vor, dass eine geschlossene, ganzjährig begrünte Pflanzendecke zu erhalten oder herzustellen ist. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat über den genauen Inhalt eine InformationÖffnet sich in einem neuen Fenster erstellt, die auch für Antrag stellende Personen in Hessen gilt.

Aktuelle Informationen zu düngerechtlichen Regelungen finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Agrarstrukturdaten für Hessen

Wie ist es um die hessische Landwirtschaft bestellt? Umfangreiche Tabellen und Grafiken finden Sie auf den Webseiten des Landesbetriebes Landwirtschaft HessenÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Zum 1. März 2016 wurden außerdem umfassende und regional gegliederte Daten der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe in Hessen erhoben. Die Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2016 finden Sie hier.Öffnet sich in einem neuen Fenster

Die wirtschaftliche Lage der Betriebe 

Die wirtschaftliche Lage der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe wird jährlich von Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung erhoben: BMEL-Statistik Öffnet sich in einem neuen Fenster

Das Beratungsteam Ökonomie des Landesbetrieb Landwirtschaft HessenÖffnet sich in einem neuen Fenster unterstützt die landwirtschaftlichen Betriebe in Hessen bei der Betriebs- und Betriebszweiganalyse sowie bei der Entwicklung von Unternehmensstrategien und Kostenoptimierungen.